W+B Agentur-Presseaussendung April 2007
Buchbesprechung
<<Busch, Wilhelm: Die Gedichte. Jubiläumsausgabe>>
Herausgeber Gerd Haffmans.
464 Seiten. Fester Einband. Haffmans Verlag. Bei Zweitausendeins:
5,90 €. GP. Nr. 240083
http://www.zweitausendeins.de;
Angela.Tieger@geonet.de
Zum Inhalt
25 Jahre im Dienste der Literatur: Haffmans. Das Jubel-Angebot.
"Busch ist vorbildlich, bis heute, obwohl er, zumindest in
Deutschland, keine Nachfolger fand", lobt Meisterdichter Robert
Gernhardt den Großmeister Busch. Die Gedichte in unserer liebevoll
edierten und hübsch gestalteten Ausgabe lassen Busch als vielseitig
komischen Sprachartisten entdecken, dem philosophischer Tiefsinn
ebenso am Herzen lag wie das breite Spektrum des
Zwischenmenschlichen, das er mal witzig, charmant und liebevoll, mal
böse, derb und hin und wieder sogar deftig auslotete. Die Edition
umfasst die Sammlungen: Kritik des Herzens, Eröffnungspoeme zu Max
und Moritz, Die fromme Helene u.a. Mit seinen Versen wurde Busch "-
zumindest was Deutschland betrifft - ein Klassiker der Komik" .
Zum Autor
Geboren am 15.4.1832 in Wiedensahl (Hannover), gestorben am 9.1.1908
in Mechtshausen bei Seesen, dort auf dem Dorffriedhof begraben.
Wilhelm Busch wurde in München in die Königliche Akademie der Künste
aufgenommen. Die Freunde dort belächelten seine Malereien im
niederländischen Stil, lachten dagegen herzlich über seine
Karikaturen. Er begann für die ›Fliegenden Blätter‹ und den
›Münchner Bilderbogen‹ zu arbeiten. Sein Scheitern als akademischer
Maler und auch der »drängende Ernährungstrieb« begünstigten seine
Arbeit als Karikaturist, Lyriker, Theaterautor und
Bildergeschichten-Erfinder. 1865 erschien ›Max und Moritz‹ in
Buchform, ein klassischer Fall von Verlegergaunerei: Für das bald
meistverkaufte Kinderbilderbuch der Welt erhielt Busch ein
einmaliges Honorar von 1000 Gulden. Wilhelm Busch ist der mit
Abstand populärste deutsche Dichter und Humorist und der Erfinder
des Comics. Kein Kind ist ohne ›Max und Moritz‹ aufgewachsen, in
keinem Haushalt fehlt ein Wilhelm-Busch-Album. Und sein beißender
Spott gegen das biedere Bürgertum, an seinem Lieblingsschriftsteller
Schopenhauer geschult, ist unsterblich, weil stets aktuell....
Fazit
Wilhelm Busch, der inzwischen den 175. Geburtstag derzeit in Medien
und bei Fans feiert, pendelt zwischen hochsensiblen Auftragslyrik
und literarisch meisterhaft geformter lyrischer Hand- und
Zeichenschrift. Sein Einfluss nach Übersee reicht -begonnen mit den
Cartoons - bis zu Walt Disneys Zeichentrickfilmen und darüber
hinaus.
Busch's Sprachfähigkeit bringt es zur äussersten Kürze, verknüpft
zugleich mit der fast unmerklichen Transzendenz, die da zwischen
Text und Sprachbildern verschmitzt hervorlugt: autobiografisch wie
surreal reflektiert - Bosch bis Dali einbezogen...Busch eben - aber
vorallem und ausschliesslich Wilhelm - Busch. |
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