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W+B Agentur-Presseaussendung September 2006
Buch- und Ereignisbesprechung
<<Wien Museum: Kinetismus - Wien entdeckt die Avantgarde>>
Hrsg. Monika Platzer, Ursula Storch im Auftrag des Wien Museums , Text von
Wolfgang Kos, Rolf
Laven, Bernhard Leitner, Barbara Lesák, Ulrike Matzer, Sabine
Plakolm-Forsthuber, Monika Platzer,
Ursula Storch;
Ausstellung: Wien Museum 25.5.–1.10.2006
216 Seiten, 222 Abb., davon 159 farbig; 20,80 x 35,00 cm; gebunden mit
Schutzumschlag; ISBN
3-7757-1797-8; € 39,80; SFR 66,00
Hatje Cantz Verlag, Stuttgart, 2006 /
www.hatjecantz.de
Inhalt:
Der Wiener Kinetismus stellt einen der wenigen Beiträge Österreichs zur
internationalen Avantgarde
der 1920er Jahre dar. Begründer des Kinetismus war der international
anerkannte Pädagoge Franz
Cižek, unter dessen Anleitung es an der Wiener Kunstgewerbeschule ab 1918 zu
einer
eigenständigen Rezeption von Expressionismus, Kubismus, Futurismus und
Konstruktivismus kam. Zu
den Hauptvertretern zählen neben Erika Giovanna Klien auch die einem breiten
Publikum bislang
weniger bekannten Elisabeth Karlinsky und My Ullmann.
Der Band des Wien Museums, das mit dem Nachlass Franz Cižeks die größte
Sammlung von Arbeiten
des Wiener Kinetismus besitzt, würdigt nun erstmals umfassend die Bewegung.
Mit einer erlesenen
Auswahl an Werken werden die Kunstströmung, ihr Ideengeber und ihre
Protagonisten ausführlich
vorgestellt. Dabei wird auch der Stellenwert des Wiener Kinetismus im
österreichischen und
internationalen Kunstgeschehen, etwa im Verhältnis zum Weimarer Bauhaus und
zur ungarischen
Avantgarde, beleuchtet.
Die Wiener Kinetisten (Auswahl):
Georg Anton Adams-Teltscher, Gertraud Brausewetter, Margarete Hamerschlag,
Erika Giovanna
Klien, Elisabeth Karlinsky, Paul Kirnig, Friedericke Nechansky, Gertrude
Neuwirth, Ernst Anton
Plischke, Johanna/Hansi Reismayer, Ludwig Reutterer, Leopold Wolfgang
Rochowanski, Emil Stejnar,
Hertha Sladky, Harry Täuber, Peter Tölzer, Gertrude/Trudl Tomaschek,
Marianne/My Ullmann, Otto
Erich Wagner, Stella Weissenberg
Fazit:
Franz Cižek, bis heute ungenügend bekannter Pädagoge, Begründer des
Kinetismus. Er wird in diesem Buch, zusammen mit seinen über ihre
mehrdimensionalen Wirkung auf die freie und anwendungsorientierte Gestaltung
(Kunst, Design, Architektur) und Zeit hinaus wirkenden Schülerinnen
Karlinsky; Klien, Ullmann erstmals umfassend und anschaulich publiziert -
mit seiner futuristisch-expressiven Ausdruckskraft, die Leopold Wolfgang
Rochowanski, zeitgenössischer Kulturpublizist und PEN-Mitglied, exakt
formuliert: »Neues Empfinden, neues Denken, neues Sehen.« |