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W+B Agentur-Presseaussendung August 2008 sowie im Internet-Journal
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Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Paul Celan: Werke. Historisch-kritische Ausgabe. Band 14:
Nachgelassene Gedichte 1968-1970 >>
Herausgegeben von Hans Kruschwitz und Thomas Schneider
427 Seiten, Leinen; (ISBN 978-3-518-42037-9); Euro 82,00 [D] / Euro
84,30 [A] / sFr 132.00
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2008;
http://www.suhrkamp.de;
Zum Inhalt
Band 14 der Bonner Celan-Ausgabe versammelt erstmals vollständig
alle nachgelassenen Gedichte nach Schneepart (1968-1970). Ediert
werden damit nicht nur die vier späten Gedichtsammlungen, an denen
der Autor von August 1968 bis kurz vor seinem Tod im April 1970
gearbeitet hat, sondern auch alle vereinzelten Gedichte und
Gedichtbruchstücke, wie sie sich verstreut vor allem in den
Arbeitsheften dieses Zeitraums finden.
Durch die im wesentlichen chronologische Anordnung läßt sich die
Entwicklung von Celans Lyrik damit auch in dieser späten Phase an
Texten verfolgen, die bisher noch nicht publiziert waren. Die
vollständige Wiedergabe sämtlicher Textzeugen erlaubt es, die
äußerst komplexen Entwurfszusammenhänge dieser Gedichte im einzelnen
nachzuvollziehen.
Auf die Trennung von Text- und Apparatband wird wie schon bei den
Bänden 11 und 12 verzichtet. Die nachgelassenen Gedichte aus dem
Umkreis von Schneepart werden in Band 13 der Ausgabe ediert.
Die Bonner Ausgabe (BCA) ist die maßgebliche Edition aller Werke
Paul Celans einschließlich ihrer sämtlichen Vorstufen. Die erste
Abteilung, Lyrik und Prosa, ist auf 16 Bände angelegt.
Zum Autor
http://www.suhrkamp.de/autoren/autor.cfm?id=744
Fazit
»Wer ins einzelne geht, verhilft den Dingen zu ihrem Recht« schrieb
Paul Celan und der Band 14 der Bonner Celan-Ausgabe bei Suhrkamp
zeigt diese Akribie auf höchst-gekonnte Weise in Zeichen und
Abkürzungen , Gedicht für Gedicht und Seite für Seite des
Herausgeberteams Hans Kruschwitz und Thomas Schneider. Sie verweisen
auf Zeugen in einem übersichtlichen Beiblatt-Verzeichnis zählen
Zeilen, weisen einen Buchstabenindex aus. Wer da ein bibliophile
Darstellung der Gedichte geht fehl, aber dieser Bruch zwischen
Ästhetik und Wissensdrang vermittelt eine neue kühle und
abstandsgesicherte Sicht zu Paul Celan.
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