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W+B
Agentur-Presseaussendung Juli 2004
<<Weiter weg von Phrasendrescherei>>
Hörbuchbesprechung
<<Moritz Rinke: Die Nibelungen>>
Hörspiel
Sprecher: Sylvester Groth, Gerd Wameling, Jens Wawrczeck u.v.a.
Regie: Leonhard Koppelmann ; Produktion: ndr’2003;
2 CD / Laufzeit ca. 85 Min.; EUR 19,95
der hörverlag, München; 2004/
www.derhoerverlag.de /
Moritz Rinke, 37, gebürtiger Worpsweder, lebt und arbeitet in Berlin,
schreibt einerseits Kolumnen und Reportagen, andererseits Gedichte und
Dramen. 2001 wurde er zum Dramatiker des Jahres gewählt.
Rinke ver-/führt uns in seiner Nibelungen-Sage in einen Krimi von der
ältesten Art. Viel Witz liegt in der Hörspielluft, auch dank der frischen
Art der Regie von Leonhard Koppelmann.
Da ahnen wir plötzlich, dass die Entstaubung alter Epen den Helden
Siegfried als müden Haudegen und Gunther als einen Pantoffelhelden
erscheinen lassen… Kriemhild und Brünhild wegen einer Kleinigkeit in
Streit geraten und es so zur tödlichen Tragödie kommt.
Moritz Rinke sagt selbst dazu: „Das Problem der Nibelungen ist, dass
die seit Ewigkeiten nicht mehr in Freiheit leben. Sie sind in der
Gefangenschaft von Phrasen, erst die Nazi-Phrasen, dann die Wagner-Phrasen
und übrigens auch Tausende von germanistischen Phrasen, die ja alle
wie Grabplatten über den Figuren liegen“. |