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Online-Publikation: August 2008 im Internet-Journal <<kultur-punkt>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Philip Roth: Jedermann . Sprecher Peter Fitz >>
Übersetzer: Werner Schmitz
Regie: Ralph Schäfer
Produktion: Rundfunk Berlin-Brandenburg,
Der Hörverlag Philip Roth
4 CDs / 295 Min.; 19,95 €
Der Hörverlag - München, 2006;
http://www.hoerverlag.de
Inhalt
Philip Roth zeichnet das Schicksal seines Jedermann nach: Er ist der
einsame Ex-Ehemann von drei ganz unterschiedlichen Frauen. Seine
beiden Söhne aus erster Ehe verachten, seine Tochter aus einer
späteren Ehe vergöttert ihn. Am Ende ist er zu einem verbitterten
Mann geworden, der mit seinem Schicksal hadert – ein Mann, der er
nie sein wollte. Eine intime und doch universale Geschichte von
Verlust, Reue und stoischem Gleichmut.
Autor
Das Erzählgenie (FOCUS) Philip Roth wurde 1933 als Sohn jüdischer
Eltern in New Jersey geboren. Nach dem Studium der
Literaturwissenschaften und anschließender Lehrtätigkeit an
amerikanischen Universitäten, arbeitet er seit den 50er Jahren als
freier Schriftsteller. Sein erster Erzählband Goodbye, Columbus
erschien 1959. Der internationale Durchbruch gelang schließlich 1969
mit Portnoys Beschwerden (dt., 1970). Mit seinen Schilderungen der
Psychosen und Neurosen amerikanischer Intellektueller avancierte
Philip Roth zur Schreckfigur der modernen Gegenwartsliteratur.
Der unter anderem mit dem „National Book Award“ und dem „Pulitzer
Preis“ ausgezeichnete Schriftsteller lebt und schreibt heute
vorwiegend in New York und auf seiner Farm in Connecticut.
Sprecher
Peter Fitz, geboren 1931, lernte an der Schauspielschule des
Deutschen Schauspielhauses Hamburg, bevor er 16 Jahre lang zum
Ensemble der Berliner Schaubühne gehörte. Neben Engagements am
Schiller-Theater Berlin, der Freien Volksbühne Berlin, bei den
Münchner Kammerspielen, am Burgtheater Wien und am Staatstheater
Stuttgart ist Peter Fitz auch dem Film- und Fernsehpublikum bekannt,
unter anderem spielte er in „Auf Wiedersehen“.
Peter Fitz war nach seiner Ausbildung an der Schauspielschule des
Deutschen Schauspielhauses Hamburg von 1970 bis 1986 Mitglied der
Schaubühne Berlin. Als Gast spielte er hochkarätige Rollen am
Schiller-Theater Berlin, an der Freien Volksbühne Berlin, an den
Münchner Kammerspielen, am Burgtheater Wien und am Staatstheater
Stuttgart. Er ist bekannt durch seine Auftritte in Film und
Fernsehen, u.a. war er in „23“ unter der Regie von Hans Christian
Schmid und „Der Laden“, Regie Jo Baier, zu sehen. 1996 wurde Peter
Fitz als „Bester Europäischer Schauspieler“ ausgezeichnet.
Fazit
Philip Roth legt den Erzählfinger auf die Nöte der Zeit indem er
Verlust und resignierende Einsamkeit darbietet, wie auch hier in
"Jedermann", gelesen von dem grossartigen Sprecher Peter Fitz mit
seiner gereiften Behutsamkeit in Stimme und Rhythmus.
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