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Online-Publikation: Dezember 2010 im Internet-Journal <<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung
<< Neuerscheinung: pool . Werkjournal 1998–2010 . Hg. von Sascha Roesler; Beiträge von Anne Brandl, Angelus Eisinger, Sabine von Fischer, Markus Jakob, Christoph Schindler, Christina Schumacher, Axel Simon, Axel Sowa, Annette Spiro und Christoph Wieser. Fotografien von Andrea Helbling, Isabel Truninger, Oliver Lang u.a. >>
23 x 27 cm, ca. 240 Seiten, ca. 160 Abb. farbig und sw, Broschur, ISBN 978-3-85676-285-8, CHF 79.00/Euro 59.00
gta Verlag, Zürich 2010, englische Textbeilage; ausstellungen@gta.arch.ethz.ch ; www.ausstellungen.gta.arch.ethz.ch

Fazit vorangestellt.
Mit grösster Akribie und umsichtiger Detailkenntnis werden die Projekte vorgestellt, darüber hinaus in das urbane Umfeld Gestellte sorgfältig eingebettet. Es bleibt allerdings weiterhin - und die seit nunmehr einem Jahrhundert fehlende und stetige Vernichtung der  Inhärenz der Architektur zur puritanistischen Maske: Dabei handelt es sich nach 100 Jahren Vernichtung der Integration der bildenden Künste (Ornament, Maskarons, Relief, Malerei, Skulptur... ) in einer paritätisch-verwobenen Architektur-Solidarität mit den anderen Kunst-Handwerkern....
http://www.kultur-punkt.ch/akademie4/masken10-11diskurs-mathildenhoehe.htm
http://www.kultur-punkt.ch/ereignisse/inhaerenz98.htm

Inhaltsfolge
1
Ausstellungsinhalt: pool
2
pool Architekten
3 Auswahl Projekte
4 Ausgeführte Bauten

1 Ausstellungsinhalt
pool - Buchpräsentation: Sascha Roesler, forschender Architekt und Herausgeber, Zürich

"pool." Eine Ausstellung des Instituts gta in Zusammenarbeit mit pool Architekten, Zürich, 8. 12. 2010 - 27. 1. 2011
des Instituts gta in Zusammenarbeit mit pool Architekten, Zürich
Das aussergewöhnliche Zürcher Architekturbüro pool ist aus einem städtebaulichen Diskussionsforum junger Architekten hervorgegangen. Dieser «pool» führte die acht Partner zusammen, die sich in den letzten zehn Jahren einen Namen mit ihrer interdisziplinären und undogmatischen Architekturproduktion gemacht haben. Eine Ausstellung an der ETH Zürich und eine Publikation bieten erstmals einen Überblick über ihre Tätigkeit.

Das aussergewöhnliche Zürcher Architekturbüro pool ist aus einem städtebaulichen
Diskussionsforum junger Architekten hervorgegangen. Dieser «pool» führte die acht
Partner zusammen, die sich in den letzten zehn Jahren mit ihrer transdisziplinären
und undogmatischen Architekturproduktion einen Namen gemacht haben.
Durch die besondere Organisationsstruktur, die – mit Bezug auf historische Entwurfskollektive
– in der Gruppe erarbeitete Lösungen sucht, unterscheidet sich pool von
anderen Büros. Entwicklungskonzepte, Bauten und Projekte des Teams werden in
diesem Werkjournal erstmals umfassend vorgestellt. Geordnet nach den Themenfeldern
«pool als Gruppe», «Strukturen», «Wohnungen» und «Planungen» kommen
ebenso die grossen Siedlungsbauten in Zürich-Leimbach und Zürich-Affoltern wie
die bisher weniger bekannten Planungsprojekte und Strukturexperimente zur
Sprache.

Das Zürcher Architekturbüro pool, ursprünglich eine Diskussionsplattform, gibt
es seit 1998 als Architekten-Genossenschaft mit acht gleichberechtigten Partnern.
Die Bauten von pool weisen deshalb nicht eine formale Handschrift auf, sondern
sind Ergebnisse inhaltlicher Auseinandersetzungen zur jeweiligen Bauaufgabe.
Mit ihren Lösungen konnten die Architekten bereits in vielen Wettbewerben
überzeugen. Ein Schwerpunkt des Büros ist der Wohnungsbau. Mehrere grosse
Siedlungen konnten realisiert werden oder sind in Planung.
Zu den wichtigen Realisationen zählen Wohnsiedlungen in Zürichs
Aussenquartieren wie Leimbachstrasse (2005), Aspolz (2007), Blumenfeldstrasse
(2008), Badenerstrasse und Frieden Affoltern (beide ab 2009), ferner das Haus am
See in Altendorf (2003), das Schulhaus Baumgarten in Buochs, der Umbau der
Kantonsschule Oerlikon sowie das Geschäftszentrum Lochergut (alle 2006).
Anhand der Bauten einen pool-spezifischen Stil auszumachen erweist sich als
schwierig. Dies liegt einerseits in der Arbeitsweise als Team begründet. Die
Projekte werden jeweils von zwei federführenden Partnern betreut, die Entwürfe
jedoch von allen gemeinsam begutachtet. Andererseits unterscheidet sich auch
die Ausgangslage, was Kontext, Budget, Grösse und Zweckmässigkeit des
jeweiligen Projekts betrifft. Diese wechselnden Voraussetzungen werden deutlich
an den verschiedenen Materialien, Formfindungen und Oberflächen der Bauten.
Neben der Bautätigkeit nimmt pool rege an der architektonischen Diskussion teil, u.a.
im Vorstand des Architekturforum und BSA, und die Partner nehmen regelmässig
Einsitz in Fachjuries. Zurzeit lehren sie als Gastdozenten an der ETH Zürich.
Die pool-Ausstellung in der Haupthalle der ETH Zürich interagiert mit der
spezifischen räumlichen Situation. Ein Parcours im Erdgeschoss schafft eine
eigene, intime Welt, eine Folge von Begegnungsräumen für Besucher. In diesen
Räumen werden ausgewählte Projekte mit Plänen, Fotos, Visualisierungen,
Modellen und Materialmustern erläutert. Mit einem Blick erschlossen wird dieser
Parcours vom Galeriegeschoss im ersten Stock.
Die zur Ausstellung im gta Verlag erscheinende Publikation ist die erste
umfangreiche, kuratierte Darstellung der Arbeit der pool Architekten.

2 pool Architekten
1994 Bildung von pool, Workshops und Debatten über Architektur und Städtebau
1996 Aufnahme der praktischen Tätigkeit als Architektengemeinschaft
1998 Gründung der pool Architekten Genossenschaft
2006 Aufnahme in den Bund Schweizer Architekten
2010–2012 Gastdozentur an der ETH Zürich
Dieter Bachmann (*1963). Seit 1998 Partner pool Architekten. 1985–1989 Architekturstudium an
der FHNW, Muttenz. 1979–1983 Lehre als Hochbauzeichner.
Raphael Frei (*1965). Seit 1998 Partner pool Architekten. 1985–1992 Architekturstudium an der
ETH Zürich.
Mathias Heinz (*1966). 2010 Gastdozent an der ZHAW, Winterthur. Seit 2009 Vorstand
Architekturforum Zürich. Seit 1998 Partner pool Architekten. 1985–1992 Architekturstudium an der
ETH Zürich.
Philipp Hirtler (*1966). 2006/2010 Gastdozent an der Berner Fachhochschule, Burgdorf. Seit 1998
Partner pool Architekten. 1986–1993 Architekturstudium an der ETH Zürich.
David Leuthold (*1966). 2006–2007 Gastdozent an der Berner Fachhochschule, Burgdorf. Seit
1998 Partner pool Architekten. 1989–1993 Architekturstudium an der FHNW, Muttenz. 1982–1986
Lehre als Hochbauzeichner.
Andreas Sonderegger (*1965). Seit 2007 Vorstand BSA Ortsgruppe Zürich. 2001–2004 Dozent
für Entwurf an der Hochschule Liechtenstein, Vaduz. Seit 1998 Partner pool Architekten. 1994–
1995 Studium Hochhausbau am IIT, Chicago. 1985–1992 Architekturstudium an der ETH Zürich.
Mischa Spoerri (*1964). Seit 1998 Partner pool Architekten. 1985-1992 Architekturstudium an der
ETH Zürich.
Matthias Stocker (*1964). 2010 Gastdozent an der Berner Fachhochschule, Burgdorf. Seit 1998
Partner pool Architekten. 1985–1991 Architekturstudium an der ETH Zürich.

3 Auswahl Projekte
In Planung:
seit 2010 Mehrzweckhalle, Wetzikon
seit 2010 Wohnhaus Limmattalstrasse, Zürich
seit 2010 Geschäftshaus Forum Z, Zürich
seit 2009 Hochhäuser Baden Nord, Baden
seit 2009 Wohnsiedlung «Mehr als Wohnen», Hunziker-Areal, Zürich
seit 2009 Büro- und Wohnhaus Laur-Park, Brugg
seit 2008 Zentrum Luzern Nord, Luzern
seit 2006 Wohnsiedlung BDZ Wipkingen, Zürich
seit 2006 Wohn- und Geschäftshaus Bahnhofareal, Wohlen

4 Ausgeführte Bauten
2010–12 Wohnhaus Tödistrasse, Horgen
2009–10 Reihenhäuser «blue notes», Richterswil
2007–09 Haus Meroni Näf, Oberrieden
2006–11 Alterswohnsiedlung Frieden, Zürich-Affoltern
2006–10 Wohn- und Geschäftshaus Badenerstrasse, Zürich
2006–11 Terrassenhäuser Auhalde, Untersiggenthal
2005–11 Fussballstadion mit Mantelnutzung, Thun
2005–08 Wohnsiedlung Blumenfeldstrasse, Zürich-Affoltern
2004–11 Schulhaus Baumgarten, Buochs
2004–08 Terrassenhäuser Am Sonnenberg, Würenlingen
2003–07 Wohnsiedlung Aspholz, Zürich-Affoltern
2002–06 Geschäftszentrum Lochergut, Zürich
2002–03 Umbau Kantonsschule Birch, Zürich-Oerlikon
2001–04 Zentrumsplanung, Kriens
2001–03 Haus Buscaglia, Altendorf
2001–05 Wohnsiedlung Leimbachstrasse, Zürich-Leimbach
2000–01 Passagierräume Fähre Meersburg
2000 Umbau Café-Bar «Plüsch», Zürich

 


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