|
Christoph Merian Stiftung, Baudepartement
Basel-Stadt, Gemeinderat & Bauverwaltung Münchenstein:
Wettbewerbsentscheid „Kunstfreilager“ - Projekt für die
Unterbringung der Hochschule für Gestaltung und Kunst (HGK) auf dem
Dreispitz-Basel 2008
www.muenchensteinplant.ch; www.bs.ch;
Isabelle.Rihm@bs.ch
Basel, 13. Dezember 2007. Mit dem Entscheid des Wettbewerbs
betreffend die Unterbringung der Hochschule für Gestaltung und Kunst
(HGK) auf dem Dreispitz ist der erste Meilenstein auf dem Weg zum
„Kunstfreilager“ erreicht. Auf Münchensteiner Boden gewinnt hiermit
ein erstes Projekt im Rahmen der partnerschaftlichen
Entwicklungsplanung Dreispitz Konturen. Den Wettbewerb haben ein
Basler und ein Zürcher Architekturbüro für sich entscheiden können.
Die der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) zugehörige Hochschule
für Gestaltung und Kunst (HGK) ist heute auf sechs Standorte in
Basel und Aarau verteilt. Nun sollen alle Institute und
Einrichtungen der HGK am Standort des ehemaligen Zollfreilagers auf
Münchensteiner Boden im Dreispitz vereint werden. Themen des
entsprechenden, jüngst jurierten zweistufigen Wettbewerbs waren
einerseits die städtebauliche Einbindung der HGK in das Areal (Stufe
1) sowie die funktionelle Organisation und architektonische
Ausprägung der Hochschule (Stufe 2). Aus dem Wettbewerbsverfahren,
an dem sich 25 Teams beteiligt haben, gingen zwei Büros als Gewinner
hervor: Morger & Dettli Architekten, Basel, sowie Müller Sigrist
Architekten, Zürich.
Mit einem Neubau sowie mit einer schonungsvollen Sanierung des
denkmalwürdigen Altbaus des Zollfreilagers an der Oslo-Strasse käme
die HGK auf ein rund 57'000 m2 umfassendes Gelände im Osten des
Dreispitz zu liegen. Dies möchte die Christoph Merian Stiftung (CMS)
als Grundeigentümerin als „Kunstfreilager“ entwickeln. Die
Bezeichnung Kunstfreilager nimmt Bezug auf den historischen Ursprung
des Geländes als Zollfreilager, wie auch auf die künftig
vorgesehenen Nutzungen im Bereich Kunst in der Nachbarschaft des
Schaulagers. Das Kunstfreilager liegt vollumfänglich auf
Münschensteiner Boden und umfasst ca. 10% der Fläche des gesamten
Dreispitz’. Es soll mittel- und längerfristig nebst der HGK zu je
einem Drittel der Nutzflächen auch Platz bieten für 100 bis 150
Wohnungen mit gehobenen Standard (u.a. Loft-Wohnungen) sowie für
Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe. Mit diesem ausgesprochen
urbanen Nutzungsmix wird auf Münchensteiner Gemeindeboden ein
attraktives neues Quartier entstehen. Dies wäre die erste
Konkretisierung der Entwicklungsplanung Dreispitz, die von einer
Projektpartnerschaft der Gemeinde Münchenstein, der CMS und der
beiden Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt getragen wird.
Aufgrund der Wettbewerbsergebnisse ist vorgesehen, dass die Basler
Architekten Morger & Dettli einen Neubau für die HGK erstellen,
während das Zürcher Architekturbüro Müller Sigrist mit der Sanierung
des Altbaus des Zollfreilagers aus den 20er Jahren nahe dem heutigen
Tor 13 betraut werden. Vorgesehner Einzug der HGK in die beiden
Gebäude wäre zum Wintersemester 2012. Zunächst muss aber
Münchenstein „Grünes Licht“ für die Zuweisung des heute in der
Industriezone liegenden Areals in ein Mischnutzungsgebiet erteilen.
Dies soll im Rahmen einer Gemeindeversammlung im September 2008
geschehen, in deren Rahmen die entsprechende Quartierplanung
verabschiedet werden soll. Bis dahin werden die beiden
Architekturbüros Gelegenheit haben, ihre vielversprechenden Projekte
weiterzuentwickeln.
Christoph Merian Stiftung
Toni Schürmann, Tel. +41 (0)61 226 33 33
Bauverwaltung Münchenstein
Marc Bayard, Tel. +41 (0)61 416 11 53) oder
Gemeinderat Münchenstein
Lukas Lauper, Tel. +41 (0)61 411 25 39 oder Giorgio Lüthi +41 (0) 61
469 60 61
Baudepartement BS:
Marc Keller, Tel. +41 (0)61 267 42 51
Baudepartement Basel-Stadt
Isabelle Rihm
dipl. natw. ETH
Stv. Informationsbeauftragte
Münsterplatz 11
4001 Basel
061 267 44 19
Die Wettbewerbsergebnisse werden bis und mit Samstag, 22.12., im
Freilager, Helsinkistrasse 9, ausgestellt. Die Ausstellung ist unter
der Woche jeweils von 11 bis 19 Uhr, am Wochenende von 11 bis 15 Uhr
zugänglich. Zufahrt aus der Münchensteinerstr., resp. Emil-Frey-Str.
über Tor 13 in die Florenzstrasse, dann 2. Strasse links, ca. 200
Meter. Auf dem Areal herrscht ein generelles Parkverbot, Parkhaus
Leimgrubenweg benutzen. Mit dem öffentlichen Verkehr: Tram 10 oder
11, Bus 36 oder 37, Haltestelle „Dreispitz“.
Die beiden erstrangierten Projekte werden zusätzlich im Laufe des
Januars in der Gemeindeverwaltung Münchenstein ausgestellt. |