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SWR2 AULA - Prof. Gerd-Günter Voß: “Autark,
selbstbestimmt und motiviert - Der Mitarbeiter der Zukunft”
Autor und Sprecher: Prof. Dr. Gerd-Günter
Voß * Technische Universität
Chemnitz
Institut für Soziologie/Industrie- und Techniksoziologie
(Chemnitz University of Technology - Department of Sociology)
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A K T U E L L
Neuerscheinung:
Huchler, N./Voß, G.G./Weihrich, M. (2007):
Soziale Mechanismen im Betrieb. Empirische und theoretische Analysen
zur Entgrenzung und Subjektivierung von Arbeit.
München, Mering: R. Hampp.
Matuschek, I./Arnold, K./Voß, G.G. (2007):
Subjektivierte Taylorisierung. Organisation und Praxis
medienvermittelter Dienstleistungsarbeit.
München, Mering: R. Hampp.
Nach wie vor in der öffentlichen Diskussion:
Voß, G.G./Rieder, K. (2005):
Der arbeitende Kunde. Wie Konsumenten zu unbezahlten Mitarbeitern
werden.
Frankfurt a.M., New York: Campus. 2. Auflg. 2006 i.E.
SWR2
Redaktion: Ralf Caspary, Susanne Paluch
Sendung: Dienstag, 1. Mai 2007, 8.30 Uhr, SWR2
Bitte beachten Sie:
Das Manuskript ist ausschließlich zum persönlichen, privaten
Gebrauch bestimmt.
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Genehmigung des Urhebers bzw. des SWR.
INHALT
Ansage:
Heute mit dem Thema: „Autark, selbstbestimmt und hoch motiviert -
der Mitarbeiter der Zukunft“.
Es gibt ein Zauberwort, unter dem man fast alle wichtigen sozialen
Strömungen unserer Gesellschaft zusammenfassen kann, es heißt:
Individualisierung. Damit ist gemeint: Wir Post-Postmodernen geben
uns nicht mehr ab mit standardisierten Denk- und Handlungsabläufen,
wir lassen uns nicht mehr von oben kontrollieren, wir wollen flache
Hierarchien, Transparenz, Flexibilität, wir wollen
Herausforderungen, die uns über uns selbst hinauswachsen lassen.
Genau diese Ideologie ist auch mittlerweile in die Arbeitswelt
eingesickert und hat einen ganz neuen Typus des Arbeitnehmers
kreiert. Das sagt Gerd-Günter Voß, Professor für Industrie- und
Arbeitssoziologie an der Universität Chemnitz, Voß beschäftigt sich
schwerpunktmäßig mit dem Wandel der Arbeits- und Lebenswelt. Und
dieser neue Typus - so Voß - signalisiert zugleich einen
Paradigmenwechsel in der Arbeitswelt, der Vor- aber auch viele
Nachteile mit sich bringt.
In der SWR2 AULA skizziert Voß den neuen Arbeitnehmer und die
Gefahren dieses Paradigmenwechsels:
Gerd-Günter Voß:
Bisher dominierte eine spezifische Form von Arbeitskraft, wir nennen
sie in unseren Untersuchungen den „ver-beruflichten Arbeitnehmer“,
der nun - so unsere These - von einem grundsätzlich neuen Typus nach
und nach abgelöst wird. Man kann diesen neuen Typus den
„Arbeitskraftunternehmer“ nennen.
In diesem Zusammenhang wird auch öfter davon gesprochen, dass
Arbeitskräfte zu Unternehmern werden oder werden sollen, etwa wenn
man von der Ich-AG redet oder von Selbst-GmbH oder vom
Lebensunternehmer oder der Ich-Aktie und vieles andere mehr.
Unsere Überlegungen - soviel noch vorab - sind sehr allgemein und
sie sind bewusst pointiert, und letztlich sind sie auch
prognostisch. Wir möchten damit jedoch auf einen möglichen
grundlegenden Wandel der Arbeit an einer ganz bestimmten Stelle
hinweisen, der, wenn wir Recht haben, erhebliche Folgen haben wird.
Damit zu meinem Thema: Ich beginne mit der Frage, wie Betriebe in
neuer Weise mit Arbeitskraft umgehen. In den letzten Jahren
vollziehen sich in fast allen Bereichen der Wirtschaft
Reorganisationsprozesse in einer bisher nicht gekannten Qualität.
Manche vergleichen das mit dem Übergang von der traditionellen zur
industrialisierten Gesellschaft. Hintergrund ist primär ein
drastisch verschärfter nationaler und internationaler Wettbewerb,
Stichwort: Globalisierung. Dies erfordert in den Betrieben nicht nur
einen massiven Kostenabbau oder eine Produktivitätssteigerung,
sondern vor allem auch eine Erweiterung der Reaktionspotenziale und
der Produktqualitäten. Die bisher weitgehend vorherrschende
Strategie der Betriebe zur Nutzung von Arbeitskraft durch eine
rigide Detailsteuerung wird dabei in vielen Bereichen zum Hindernis.
Darüber sind sich alle Beobachter einig. Folge ist, dass nun
zunehmend versucht wird, die Verantwortlichkeiten und Spielräume der
Arbeitenden zu erhöhen, um Flexibilität und Innovativität
freizusetzen. Die Industriesoziologen sprechen hier von einer
zunehmenden „Autonomisierung“ oder auch „Subjektivierung der
Arbeit“.
Das passiert nicht überall, aber doch in vielen Branchen und in
vielen Berufsfeldern, und zum Teil geht das bis auf die Ebene der
Arbeiter und der einfachen Angestellten. Es geht dabei nicht um
wirkliche neue Autonomie der Arbeitenden, es geht allein um
erweiterte Spielräume, die im Interesse der Unternehmen genutzt
werden sollen, mit meist erheblich steigendem Leistungsdruck.
Für die Arbeitskräfte bedeutet dies nun, dass sie immer mehr ihre
Arbeit selbstorganisiert betreiben können, dies aber auch - was
nicht immer gesehen wird - tun und vor allen Dingen können müssen.
Wenn man genau hinschaut, erkennt man, dass dabei der Tendenz nach
das Verhältnis von Betrieb und Arbeitskraft auf eine weitgehend neue
Grundlage gestellt wird. Statt detaillierter Durchstrukturierung von
Arbeit werden zunehmend so etwas wie „temporäre Auftragsbeziehungen“
gebildet. In der Industriesoziologie spricht man auch davon, dass
die Arbeitssteuerung auf „Ergebnisorientierung“ umgestellt wird. Das
ist Teil einer generell verstärkten Nutzung marktförmiger
Mechanismen in der Betriebsorganisation. Die Entwicklung ist nicht
ganz neu, so etwas wie Delegation oder partizipative Führung sind z.
B. Auftragskonzepte, die schon länger propagiert werden, wenn sie
auch nicht immer konsequent angewendet wurden. In den letzten Jahren
hat sich dies jedoch massiv ausgeweitet.
Neue, verstärkt auf Selbstorganisation beruhende Formen von Arbeit
haben vielfältige Erscheinungen, und man kann grob zwei Bereiche
unterscheiden: Zum einen neue Formen der Strukturierung von Arbeit
im Rahmen von konventionellen Beschäftigungsverhältnissen: Gruppen-
und Teamarbeit, Projektorganisation, Führung durch Zielvereinbarung,
hochflexible Arbeitszeiten etwa über Arbeitszeitkonten, sogenannte
Profit-Center oder Entrepreneur-Konzepte, wo Arbeitnehmer interne
Unternehmer im Unternehmen werden, neue Heimarbeit, massive
Mobilarbeit und vieles andere mehr.
Immer mehr finden sich aber auch so etwas wie betriebsübergreifende
Arbeitsverhältnisse, mit denen Arbeitskraft im Zuge von
Auslagerungsstrategien flexibler genutzt werden soll, so z. B. bei
der Kooperation von Betrieben mit sogenannten Scheinselbständigen,
bei der Auslagerung von Aufgaben auf echte Selbständige und
Unterauftragnehmer, bei sogenannten virtuellen Betrieben und
Abteilungen.
Die Verbreitung solcher Formen ist mangels Daten schwer
abzuschätzen. Die Zahlen sind jedoch keineswegs gering, und sie
haben eine deutlich steigende Tendenz. Dass es zunehmend auf
Selbstorganisation beruhende Formen gibt, wird daher weitgehend
gesehen. Dass den doch sehr verschiedenen Formen vieles gemeinsam
ist, das ist nicht immer so offensichtlich. Erlauben Sie mir dazu
einen Ausflug in die Theorie meines Fachs, der Arbeits- und
Industriesoziologie:
Es geht um das sogenannte Transformationsproblem, das meint, dass
Betriebe bei der Anstellung von Mitarbeitern nicht fertige Arbeit
kaufen - was sie gerne tun würden -, sondern sie kaufen allein das
Recht auf eine zeitweise Nutzung des Potentials von Personen,
überhaupt arbeiten zu können. Das sichert jedoch bedauerlicherweise
keineswegs, dass die gewünschte Arbeitsleistung auch tatsächlich
erbracht wird. Der Betrieb steht damit notorisch vor dem Problem,
dass das arbeitsvertraglich gekaufte, sozusagen latente,
Arbeitsvermögen in manifeste, nützliche Arbeitsleistung
transformiert werden muss. Daher der Ausdruck
Transformationsproblem. Lösung des Problems ist die gezielte
Kontrolle oder Steuerung von Arbeit durch vielfältige
organisatorische und technische Verfahren.
Lange Zeit war nun theoretisch wie vor allen Dingen auch praktisch
relativ klar, dass bis auf einige Ausnahmen eine möglichst rigide
Kontrolle der Arbeitnehmer die optimale Strategie sei, und der
Taylorismus war diesbezüglich ein weitgehend akzeptiertes Leitbild.
Diese Strategie stößt nun - wie gesagt - zunehmend an Grenzen.
Verschärfung von Kontrolle und Steuerung erzeugt nicht nur
überproportional Kosten, sondern sie behindern vor allem die immer
wichtigere Innovationskraft und Flexibilität der Arbeitenden. Folge
ist, dass nun geradezu das Gegenteil von dem propagiert wird, was
bisher eine Leitlinie war, also jetzt geht es darum: Kontrolle zu
reduzieren, Freiräume zu schaffen, Selbstorganisation zu fördern
usw. Und für alle Beobachter ist das eine ganz neue Welt.
Das bedeutet keineswegs, dass betrieblich auf Steuerung verzichtet
würde. Das wäre auch sehr verwunderlich. Im Gegenteil: Die Rücknahme
von direkter Arbeitssteuerung ist meist von einer Ausweitung
indirekter Steuerungen begleitet, z. B. durch eine gezielte
Kontrolle strategischer Betriebsparameter: Kosten, Umsatz,
Lagerhaltung, Qualität, Kundenzufriedenheit und vieles andere mehr.
Und das passiert oft auf Basis datentechnischer Systeme. Es ist kein
Zufall, dass die Berufsgruppe der Controller in diesem Prozess eine
hohe Konjunktur hat.
Der entscheidende Unterschied ist trotzdem die bemerkenswerte
Tatsache, dass zunehmende direkte Kontrolle in den Betrieben
zurückgenommen wird. Das heißt jedoch nichts anderes, als dass das
komplizierte und vor allen Dingen auch teure Geschäft der
Transformation von Arbeitspotential in Arbeitsleistung - Sie
erinnern sich - zunehmend den Beschäftigten selber zugewiesen wird.
Sie müssen nun immer mehr diese basale betriebliche Funktion
übernehmen. Man versucht also das Transformationsproblem dadurch
besser zu lösen, dass man es, wie Soziologen sagen würden, in die
personale Umwelt des Betriebes verlagert, also es wird in neuer
Weise externalisiert, nach außen gegeben.
Die Auslagerung von Aufgaben wird seit einiger Zeit als strategische
Gestaltungsdimension von Betrieben angesehen. Hier geht es jedoch um
ein Outsourcing der ganz besonderen Art. Einmal, weil hier eine
betriebliche Kernfunktion verstärkt nach außen verlagert wird. Vor
allem aber, weil die Instanzen, auf die diese Funktion ausgelagert
wird, diejenigen sind, auf die sich die Aufgabe richtet. Oder anders
ausgedrückt: Die, die das Problem erzeugen, müssen es jetzt auch
immer mehr lösen. Damit komme ich zur Idee des
Arbeitskraftunternehmers.
Externalisieren Betriebe verstärkt das beschriebene
Transformationsproblem, müssen es, was trivial ist, die
Beschäftigten internalisieren, d. h. sie müssen diese erweiterte
neue Anforderung zunehmend übernehmen und auch bewältigen. Sollte
sich diese Entwicklung ausweiten - und vieles deutet darauf hin -,
dürfte dies nicht nur individuelle Folgen für die einzelnen Personen
haben. Dies könnte vielmehr, so unsere zentrale Annahme, eine
grundlegende Veränderung der generellen Verfassung von
Arbeitsvermögen in unserer Gesellschaft nach sich ziehen.
Bisher dominierte eine Form von Arbeitskraft, die darauf
ausgerichtet und dazu ausgebildet war und immer noch ist, ihre
Arbeitsfähigkeit an einen Betrieb gegen Lohn zu verkaufen und sich
eher passiv Kontrollanweisungen zu unterwerfen. Nun entsteht jedoch
eine regelrechte Umkehrung. Arbeit heißt immer weniger die Erfüllung
fremdgesetzter Anforderungen bei geringen Gestaltungsspielräumen und
fixen Ressourcen. Zunehmend ist genau das Gegenteil verlangt: Aktive
Selbststeuerung im Sinne allgemeiner Unternehmenserfordernisse, die
im Detail erst definiert und für die Ressourcen erst noch beschafft
und dann auch noch kostenbewusst gehandhabt werden müssen. Aus dem
eher reaktiv agierenden Arbeitnehmer muss ein neuer Typus von
aktiver Arbeitskraft entstehen. Diese Arbeitskraft zeichnet sich
auch dadurch aus, dass sie sich auf dem Arbeitsmarkt, vor allen
Dingen auch innerhalb ihres Tätigkeitsbereichs, kontinuierlich zur
Leistung anbietet und dann im Prozess selbst organisiert. Man kann
sagen, sie muss zunehmend über unternehmerische Eigenschaften und
Qualifikationen verfügen.
Mit drei Merkmalen kann man diesen neuen Typus näher bestimmen. Die
Verlagerung des Transformationsproblems auf die Arbeitenden
bedeutet, wie gesagt, dass nun die arbeitenden Personen selber die
Umformung ihres sozusagen „rohen“ Fähigkeitspotenzials in konkrete
Arbeitsleistung steuern und überwachen. Damit wird jedoch die vom
Betrieb gekaufte Arbeitskraft um ein entscheidendes Moment
bereichert. Die bisher dem Betrieb zufallende Steuerung von
Arbeitskraft ist nun zunehmend Teil der gekauften Arbeitskraft, und
sie wird dadurch zu einem substantiell höherwertigen
Produktionsfaktor. Nehmen Sie als Beispiel die Mitglieder eines
stark selbst organisierten Projektteams im Vergleich zum ruhenden
Potenzial relativ gleichgültiger Lohnabhängiger, die durch den
aufwändigen Einsatz von Vorgesetzten, Lohnsystemen,
Disziplinartechniken usw. zur Leistung genötigt werden müssen.
Erstere liefern dem Betrieb fast ohne sein Zutun schon die
weitgehend unmittelbar verwendbare qualifizierte Leistung, und zwar
als Ergebnis der Selbstkontrolle der einzelnen Teammitglieder. Zum
Teil wird dies begleitet von ganz neuen Leitformeln in den
Betrieben, z. B. heißt es manchmal: „Macht, was Ihr wollt, aber seid
profitabel!“
Zweites Merkmal: Wichtige Folge der verstärkten Auslagerung der
Kontrollfunktion für die Betroffenen ist, wie vorhin schon gesagt,
dass sie sich auf dem Arbeitsmarkt wie vor allem innerhalb der
Betriebe zunehmend völlig anders verhalten müssen als bisher. Aus
einem Arbeitnehmer, der in der Regel eher reaktiv Anweisungen
ausführt und höchstens punktuell seine Potenziale einsetzen kann,
muss nun ein kontinuierlich effizienzorientiert handelnder Akteur
werden. Ein Akteur, der seine Fähigkeit hochgradig gezielt auf eine
wirtschaftliche Nutzung hin entwickeln und auch noch verwerten muss.
Dies bedeutet jedoch nichts anderes, das sagen Industriesoziologen,
als eine verstärkte Selbstökonomisierung der Arbeitskraft, und zwar
gleich in doppelter Hinsicht: Zum einen müssen Arbeitskräfte
zunehmend ihre Fähigkeiten und Leistungen sozusagen zweckgerichtet
und kostenbewusst aktiv herstellen, d. h. sie betreiben immer mehr
eine Art systematischer Produktionsökonomie ihrer selbst. Zum
anderen müssen sie ihre Fähigkeiten und Leistungen zunehmend auf
betrieblichen und überbetrieblichen Märkten für Arbeit aktiv
vermarkten. Und sie müssen gezielt sicherstellen, dass ihre
Fähigkeiten und Leistungen gebraucht, gekauft und dann auch noch
effektiv genutzt werden. Das ist nichts anderes als eine Form von
individueller Marktökonomie.
Noch einmal das Beispiel Projektarbeit: Wer hier abwartet, bis seine
Qualifikationen veraltet sind, und wer auf detaillierte Vorgaben für
seine Arbeit hofft, der hat schon verloren. Er gilt als
unselbständig, unflexibel, lernunfähig und nicht teamfähig. Nur wer
seine Fähigkeiten kontinuierlich anpasst, nur wer sich darum bemüht,
dass seine Leistungen in der richtigen Form an die richtige Stelle
kommen und vom Betrieb profitabel genutzt werden können, und wer
auch noch dafür sorgt, dass man das sieht, nur der hat bei
intensiver Projektorganisation eine Chance. Das gilt erst recht für
Entrepreneure, Tele-Heimarbeiter, Mobilarbeiter usw. Es reicht also
im Zuge der geschilderten Entwicklung nicht mehr, einmal berufliche
Kompetenzen zu erwerben und diese hin und wieder einem Beschäftiger
anzubieten und dann innerbetrieblich auf Weisungen zu warten, denen
man dann mehr oder weniger fleißig nachkommt. Jetzt müssen in ganz
neuer Weise Fähigkeiten und Leistungen fortwährend ausgebaut und auf
echten wie innerbetrieblichen Märkten angeboten werden. Aus
Arbeitnehmern werden auch ökonomisch Unternehmer ihrer selbst. Auch
hierzu hört man neue Töne, z. B.: „Sie bleiben nur so lange wie Sie
sicherstellen und nachweisen, dass Sie Profit erwirtschaften.“
Drittes Merkmal: Müssen Arbeitskräfte in diesem Sinne zunehmend eine
systematische Selbstproduktion und aktive Selbstvermarktung
betreiben, so wird dies auch eine neue Qualität ihres gesamten
Lebens nach sich ziehen. Aus einem noch „naturwüchsigen“ Leben mit
starren Formen von Arbeit und Freizeit muss eine systematische
Organisation des gesamten Lebenszusammenhangs werden. Nur so ist man
in der Lage, den erhöhten Anforderungen an eine erweiterte
Produktion und Vermarktung seiner selbst gerecht zu werden. Ein
letztes Mal unser Beispiel mit der Projektarbeit: Nur wer als
Mitglieder einer dynamischen Projektgruppe in der Lage ist, seinen
gesamten Alltag flexibel und gut organisiert auf die Erfordernisse
des Teamprozesses auszurichten, kann hier noch mithalten. Wer
während einer Stressphase etwa auf feste Arbeits- und Urlaubszeiten
pocht, wird nicht lange bleiben. Arbeitszeiten und alles andere auch
müssen nicht nur mit den Kollegen, sondern auch mit der Familie, den
Freunden und Verwandten koordiniert werden. Und während des Projekts
muss man immer schon den nächsten Auftrag vermutlich mit ganz
anderen Kollegen und vielleicht sogar einen ganz neuen Job
vorbereiten. Auch dies gilt erst recht für Heim- und Mobilarbeiter,
die Scheinselbständigen usw. Und auch hier gibt es neue Formeln, z.
B.: „Wir brauchen Sie voll und ganz an jedem Ort und zu jeder Zeit
und dazu müssen Sie Ihr Leben voll im Griff haben.“
Was die Produzenten und Verkäufer von Arbeitskraft mit einer solchen
Durchgestaltung ihres Lebens aber tun, gleicht immer mehr dem, was
diejenigen tun, die Waren anderer Art produzieren und verkaufen. Sie
entwickeln und unterhalten nichts anderes als eine Art Betrieb. Das
ist natürlich kein Betrieb im gewohnten Sinn, die Mechanismen sind
aber bis ins Detail die gleichen.
Das, was ich gerade beschrieben habe, ist der neue mögliche
Leittypus von Arbeitskraft für eine verstärkt marktorientierte und
globalisierte Wirtschaft, und zwar als Nachfolger für den bisher bei
uns typischen Arbeitnehmer. Historisch gesehen kann man dies in ein
idealtypisches Schema der Entwicklung moderner Arbeitskraft
einordnen. Nur ganz kurz dazu:
Mit der Industrialisierung entsteht als eine ganz neue Form von
Arbeitskraft der Typus des im wesentlichen sozial ungeregelten und
hochgradigen ausgebeuteten proletarischen Lohnarbeiters. Später mit
dem Fortschreiten der Industrialisierung bildete sich das für uns
bis heute leitende Modell des stark sozialstaatlich regulierten und
nur gedämpft ausgebeuteten Arbeitnehmers. Aktuell zeichnet sich ein
neuer Typus ab, der kaum mehr sozial regulierte, im Gegenzug aber
hoch individualisierte und auf den Markt ausgerichtete und in ganz
neuer Weise sich selbst kontrollierende Arbeitskraftunternehmer, der
selber eine Art Betrieb betreibt. Das ist natürlich nur sehr grob
und idealtypisch gemeint, und der Übergang wird keinesfalls schnell
und schon gar nicht unkompliziert verlaufen; und er kann manche
überraschende Konsequenzen haben.
Damit komme ich zu den gesellschaftlichen Folgen. Es geht um Macht
und Herrschaft in der Arbeitswelt. Die entscheidende Eigenschaft des
neuen Arbeitskrafttypus sind seine erweiterten Handlungsspielräume
oder seine Autonomien. Damit stellt sich die Frage, ob zentrale
Aspekte der bisherigen stark fremdbestimmten Nutzung von
Arbeitskraft nun überflüssig werden. Sind damit traditionelle
Phänomene und Begriffe wie Herrschaft, Ausbeutung oder die
Interessendifferenz von Kapital und Arbeit historisch überholt?
Managementnahe Veröffentlichungen unterstellen dies nicht selten.
Industriesoziologen beharren dagegen mit guten Gründen darauf, dass
sich an diesen Momenten eigentlich nichts ändert.
Für mich ist das ein wenig komplizierter. Auch stärker
autonomisierte Arbeitsformen finden nicht im herrschaftsfreien Raum
statt. An die Stelle direkter betrieblicher Einflussnahme tritt
jetzt zunehmend eine auf ganz neue Weise indirekte Macht: eine
Beherrschung von Arbeit durch die systematische Nutzung und
Zurichtung der menschlichen Fähigkeiten, sich eigenverantwortlich
selbst zu steuern, also eine Herrschaft, die die Arbeitskräfte über
sich selber ausüben, mit der sie jedoch nach wie vor Ziele erreichen
müssen, die nicht ihre eigenen sind, und unter Bedingungen, die sie
nur partiell beeinflussen können. Es könnte sich erweisen, dass die
Nutzung der Selbstbeherrschung von Menschen nicht nur billiger,
sondern vor allem wesentlich effektiver ist. Denn kein Vorgesetzter
kann Mitarbeiter so gut zu Leistung bewegen wie sie selbst. Die
Arbeitskräfte übernehmen damit sozusagen die Rolle des Unternehmers
nicht nur sachlich, sondern auch sozial in der Herrschaftsdimension.
Sie tun dies, indem sie sich zu sich selber wie ein Herrschaft
ausübender Unternehmer verhalten. Sie installieren in sich selber
einen Herrschaftszusammenhang, wir nennen das die
Selbstbeherrschung, der aber in einen fremden
Herrschaftszusammenhang, dem Betrieb, eingebunden bleibt.
Dass Betriebe auf Märkten Ressourcen einkaufen, um sie dann
auszubeuten, ist trivial. Nichts anderes geschieht mit Arbeitskraft.
Der neue Typus von Arbeitskraft wird aber auf keinen Fall so
drastisch ausgepowert wie etwas das Proletariat während der frühen
Industrialisierung. Die Nutzung des Arbeitskraftunternehmers
entspricht aber auch nicht mehr der Nutzung von traditionellen
Arbeitnehmern, also Arbeitskräften, die mit standardisierten
Fähigkeiten auf regulierten Arbeitsmärkten besorgt werden, um sie
dann in durchkontrollierten Arbeitszusammenhängen auf mehr oder
weniger humane Weise auszunutzen. Der Arbeitskraftunternehmer hat
und braucht dem gegenüber ein wesentlich selbstbewussteres
individuelleres und vor allem autonomeres Verhältnis zur Verwertung
seiner Fähigkeiten. Betrieblich muss er entsprechend eingesetzt und
geführt werden, was nicht einfach ist, will man seine Potentiale
wirklich nutzen. Trotzdem geht es auch beim Arbeitskraftunternehmer
um eine möglichst effiziente betriebliche Ausbeutung seiner
Potenziale, und zwar mehr denn je. Aber auch hier ist die Bewertung
kompliziert.
Charakteristisch ist, dass sich in neuen Arbeitsformen Arbeitskräfte
zunehmend selber ausbeuten. Und auch hierbei kann sich zeigen, dass
keiner aus einem Menschen so viel herausholt wie er selbst. Da
nämlich, wo konventionelle betriebliche Kontrolle immer wieder an
kaum zu überwindende Grenzen der Leistungsgewinnung stößt, kann man
durch den Einsatz von Arbeitskraftunternehmern ungehobene Schätze
zutage fördern. Mit Arbeitskraftunternehmern kann man hoffen, das zu
nutzen, was selbst den kooperativsten Personalführern meistens
unzugänglich bleibt, nämlich die tiefsten Schichten menschlicher
Fähigkeiten und Potenziale, z. B. Kreativität und Fantasie,
Begeisterungsfähigkeit und der Wille zur ultimativen Leistung,
Erfahrungswissen und Gespür, Reaktionsvermögen und Lernbereitschaft,
Kooperationsfähigkeit, Loyalität, Solidarität und viele andere
Elemente und Gefühle. Das ist das Objekt der Begierde, wenn Betriebe
Selbstorganisation ermöglichen. Es geht um einen grundlegend
erweiterten und letztlich sogar totalen Zugriff auf Arbeitskraft.
Und dies wird auch völlig offen so formuliert.
Auch der für unser Wirtschaftssystem nach wie vor konstitutive
Interessenkonflikt von Kapital und Arbeit bekommt eine neue
Qualität. Auf den ersten Blick ist der Arbeitskraftunternehmer der
Typus, der am weitesten die seit Jahren zu beobachtende Verschiebung
des Interessensgegensatzes auf einer arbeitsplatznahen Ebene
repräsentiert. Er übernimmt derart weitgehend betriebliche Funktion,
dass er wie das Management nahezu schon das Lager gewechselt hat.
Trotzdem taucht auch dabei der Interessenswiderspruch in voller
Drastik wieder auf, genau dann nämlich, wenn Arbeitskräfte die
Betriebsinteressen derart weitgehend verinnerlichen und sich selber
kontrollieren, genau dann holen sie auch den Interessenkonflikt in
sich hinein. Zunehmend empfinden sie „zwei Seelen in ihrer Brust“.
Sie sind nach wie vor abhängig Beschäftigte, zugleich aber
Arbeitskräfte, die mehr als alle anderen gelernt haben, im Sinne
eines fremden Unternehmers zu handeln, zu denken und auch zu fühlen.
Der industriegesellschaftliche Grundkonflikt findet damit aber nur
noch bedingt zwischen Betrieb und Arbeitsperson und ihren Vertretern
in den Gewerkschaften statt, darüber hinaus findet er zwischen zwei
Seiten ein- und derselben Person statt. Mit anderen Worten: Nicht
nur die Kontrollfunktion wird verstärkt betrieblich nach außen
gegeben und dann von den Arbeitskräften internalisiert, sondern auch
der Klassenkampf.
Ein zweites Thema: Die neue Form von Arbeitskraft wirft nicht nur
ein neuartiges Licht auf die Arbeitsverhältnisse. In ihr kulminieren
vielmehr längerfristige Prozesse des Wandels der Gesellschaft
generell. Der Arbeitskraftunternehmer repräsentiert in nahezu
idealer Weise den in der Soziologie derzeit verstärkt thematisierten
möglichen Übergang der Gesellschaft von einer primär normativen, an
Großgruppen gebundenen Vergesellschaftung, zu einer
Sozialregulierung, die auf einer verstärkten
Selbstvergesellschaftung von Individuen beruht. Die populäre These
der Individualisierung spitzt dies in markanter Form zu.
Individualisierung bedeutet im Lichte meiner Thesen jedoch keine
schöne neue Freiheit der lustvollen Wahl von Lebensstilen, wie es
manchmal verstanden wird. Sie erweist sich vielmehr als wachsende
Anforderung an eine effiziente Durchgestaltung des eigenen Lebens.
Das bedeutet vorwiegend Stress und wenig Selbstverwirklichung. Aus
einer bisher eher passiven Lebens- und Vergesellschaftungsweise wird
eine aktiv rationalisierte Lebensführung und gezielte
Selbstintegration in die Gesellschaft. Exakt dies ist auch die
innere Logik der neuen Form von Arbeitskraft.
Ein drittes Thema: Die soziale Ungleichheit. Wie bei vielen sozialen
Entwicklungen wird es auch beim Übergang zum neuen
Arbeitskraftunternehmer strukturelle Gewinner und vor allen Dingen
auch Verlierer geben. Es werden sich diejenigen finden, denen der
neue Typus von Arbeitskraft systematisch Vorteile bringt, sozusagen
die Erfolgsunternehmer ihrer Arbeitskraft, die jedoch mehr denn je
unter massivem Leistungsdruck stehen. Man könnte sie die
„Turboarbeitskräfte des Turbokapitalismus“ nennen. Zum anderen wird
es aber - keineswegs kleine - Gruppen geben, bei denen die Nachteile
einer verstärkt marktorientierten Nutzung von Arbeitskraft
kumulieren, das sind wenig erfolgreiche
Arbeitskraft-Kleingewerbetreibende und zunehmend sogar ein neues
Tagelöhnertum. Die heutige Diskussion über die Unterschicht zielt
genau darauf, viele Beispiele aus dem Bereich der Ich-AG können hier
auch eingeordnet werden. Der Arbeitskraftunternehmer kann damit für
manche eine attraktive neue Herausforderung bedeuten, z. B. in der
IT-Industrie, deren Experten stark nachgefragt sind, oder für
Freiberufler, die als Consultants in der Industrie arbeiten. Für
viele andere wird er aber eine notorische Überforderung und
Gefährdung ihrer selbst mit sich bringen. Wie die Gewichte verteilt
sein werden, wird wesentlich davon abhängen, wie der Übergang zu
einem neuen Typus von Arbeitskraft gesellschaftspolitisch
eingebunden wird, d. h. davon, ob es gelingt, sozial- und
arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die es ermöglichen,
eine lebbare Existenz als qualifizierter Arbeitskraftunternehmer zu
finden und aufrecht zu erhalten. Die Linie zwischen den Gewinnern
und den Verlierern dürfte aber mehr noch eine Frage der neuen
Kompetenzen sein, nicht der fachlichen Fähigkeiten und auch nicht
der heute so oft diskutierten extrafunktionalen Qualifikationen. Mit
dem Arbeitskraftunternehmer geraten Kompetenzen ins Blickfeld, und
sie sind keineswegs Thema der Bildungspolitik, z. B. die Fähigkeiten
zur aktiven Selbstproduktion und Selbstvermarktung, zur effizienten
Organisation von Alltag und Lebenslauf, zur Organisation der
erforderlichen Sozialbeziehungen (Networking heißt das heute), zum
flexiblen Identitätsmanagement, zur Ich-Stabilisierung, zur
Begrenzung von Selbstausbeutung und vieles andere mehr. Das sind die
zentralen Schlüsselqualifikationen von Arbeitsunternehmern. Und wie
gesagt, diese Problematik, diese neuen Kompetenzen sind selten Thema
der aktuellen bildungspolitischen Diskussion. Sie widersprechen
sogar fundamental den derzeitigen berufsfachlichen Verschlankungen
und Verkürzungen von Ausbildung. Dabei müsste man jetzt auf allen
bildungspolitischen Ebenen den Menschen helfen, den neuen
Anforderungen gerecht zu werden, man müsste ihnen helfen, damit sie
auf systematische Weise allgemeine Persönlichkeits- und
Lebenskompetenzen ausbilden können.
Zum Schluss eine politische Bemerkung: Der Arbeitskraftunternehmer
birgt erhebliche Risiken für die Betroffenen, für die Betriebe, was
sie noch nicht ahnen, und für die Gesellschaft insgesamt, was noch
selten diskutiert wird. Zugleich entstehen mit ihm aber Chancen für
neue Freiheiten in Wirtschaft und Gesellschaft. Man sollte dies
nicht unterschätzen. Diese neue Möglichkeiten sind aber nur zu
realisieren, wenn der neue Arbeitskrafttypus in einen neuen
industriegesellschaftlichen Kompromiss eingebunden wird. Ein
Kompromiss, der auf einer flexiblen Neuregulierung und einer
neuartigen sozialpolitischen Flankierung der Arbeits- und
Sozialverhältnisse beruht. Dies ist keine einfache Aufgabe,
politische Schnellschüsse sind überhaupt nicht angesagt. Nur so ist
für mich ein ökonomisch nutzbarer, sozial verträglicher und
individuell lebbarer Übergang zu einem neuen Modell von Arbeitskraft
denkbar.
Den Prozess ungezügelten Marktkräften zu überlassen, halte ich für
wirtschaftspolitisch und gesellschaftspolitisch unverantwortlich. Er
muss viel mehr gesellschaftlich gestaltet werden. Denn wenn meine
Thesen stimmen, dann ist die kapitalistische geprägte
Arbeitsgesellschaft keineswegs am Ende - im Gegenteil, sie kommt
jetzt erst, und wir müssen entscheiden, wie sie aussehen soll.
Zuletzt noch ein Beispiel, um diesen neuen Typus von Arbeitskraft
ein wenig näher zu beschreiben:
Ein positiver erfolgreicher Arbeitskraftunternehmer ist jemand, der
in einer erfolgreichen Branche eine seltene Arbeitskraft anbieten
kann, etwa ein spezialisierter Experte in der IT-Industrie. Dem
werden, um seine spezialisierten Fähigkeiten nutzen zu können, oft
sehr große Freiräume eingeräumt. Es wird z. B. eine sogenannte
„Vertrauensarbeitszeit“ installiert, das bedeutet, es gibt keine
festen Arbeitszeiten mehr. Er kann kommen und gehen, wann er will,
er kann Urlaub nehmen, wann er möchte. Das klingt hervorragend.
Schaut man sich das näher an, dann merkt man, dass genau unter
solchen Bedingungen Arbeitskräfte anfangen, ihren Urlaubsanspruch
nicht mehr wahrzunehmen, rund um die Uhr und bis an die Kante ihrer
Fähigkeiten und Belastungsmöglichkeiten zu arbeiten. Dies ist an
vielen Stellen beschrieben worden. Trotzdem ist es für diese
positiven Arbeitskräfte ein wichtiger Schritt, wenn sie lernen, die
Selbstausbeutung zu begrenzen.
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* Zum Autor:
Prof. G. Günter Voß wurde 1950 geboren. Nach dem Abitur und nach
einer Tätigkeit als Berufsoffizier studierte er Soziologie,
Politologie und Psychologie in München.
Anschließend universitäre Assistententätigkeit in München, Voß
beschäftigte sich in dieser Zeit mit den Grundlagen
sozialwissenschaftlicher Arbeitsmarkt- und Berufsforschung sowie mit
den Entwicklungsperspektiven von Arbeit. Seit 1994 ist er an der TU
Chemnitz Professor für Industrie- und Techniksoziologie. Weitere
Arbeitsschwerpunkte: Berufssoziologie, Management- und
Organisationssoziologie, Alltags- und Lebensführungsforschung.
Auswahl der Bücher:
- (zus. mit Kerstin Rieder): Der arbeitende Kunde. Wenn Konsumenten
zu unbezahlten Mitarbeitern werden. Campus
- Lebensführung als Arbeit. Über die Autonomie der Person im Alltag
der Gesellschaft. Enke
- Arbeitssituation und Bewusstsein. Campus
- Innovative Verwaltungsarbeit (zus. m. Th. Lau u. a.). Campus
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