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W+B Agentur-Presseaussendung Januar 2008
Buchbesprechung
<< Hrsg. Detlef Horster v. Hannah-Arendt-Lectures & -Tage:
Sozialstaat und Gerechtigkeit >>
127 S., 22,5 cm, 185g, kartoniert, ISBN 3-934730-06-X, ISBN
978-3-934730-06-9, KNV-Titelnr.: 13875565 ; 16.80 EUR
Velbrück Wissenschaft 2005;
www.velbrueck.de
Inhalt
Wir alle wollen in einer Gesellschaft leben, in der es gerecht
zugeht. Gerechtigkeit gilt in der westlichen Welt als das
zentrale Kriterium der moralischen Legitimation politischer und
sozialer Verfahrensweisen und Institutionen. Für alle
Regelungsbereiche der Politik, für alle Institutionen, Instrumente
und Verfahrensweisen politischen Handelns gilt, dass sie
dem Anspruch nach gerecht sein müssen, um gerechtfertigt werden zu
können.
Autor
Horster, Detlef
Detlef Horster, geboren 1942, ist Professor für Sozialphilosophie an
der Universität Hannover. Er studierte Philosophie,
Rechtswissenschaft, Politikwissenschaft und Soziologie in Köln und
Frankfurt am Main. 1976 promovierte er im Fach
Soziologie. Zahlreiche Veröffentlichungen u.a. auch Einführungen zu
Ernst Bloch und Jürgen Habermas vor.
Fazit
Der Herausgeber Detlef Horster des Buches " Sozialstaat und
Gerechtigkeit" versammelt ein AutorInnen-Team ,das sich mit einem
hochbrisantem Thema auseinandersetzt.
In der Einleitung (Detlef Horster) nähert er sich mit anderem der
Frage von Gerechtigkeit und der Ahnung, die für eine Gesellschaft
fatale Folgen haben kann.
Bei gesellschaftlicher und individueller Verantwortung geht es ihm
(Gert Schäfer) um die Hoffnung zu einem umfassenden demokratischen
und sozialen Gemeinwesen.
Wieviel Gleichheit wollen wir frägt (Anglika Krebs) humanistisch und
kritisch-egalitär, es bleibt ein illegitimer Übergang "vom Genug zum
Gleichviel".
Mit der Frage "Was heisst gerecht verteilen" beschäftigt sich
(Susanne Boshammer) analysiert Gerechtigkeit und Gleichheit, Rechte,
Chancen und Einkommen, es gilt sie zu schützen und zu sichern: die
Gleichheit der Menschen als Menschen.
Der Tanz um das goldene Kalb hat (Heiner Geissler) angeregt: statt
sich im Kleinkram von Kommissionsexpertisen zu verheddern ist das
Konzept einer internationalen sozialen und ökologischen
Marktwirtschaft anzugehn.
Ab durch die Mitte stellt (Michael Sommer) fest und das heisst:
Deutschland braucht eine Gerechtigkeitsoffensive.
Es geht um einen Streit (Gerhard Kruip) zwischen ethischer
Motivation und purem Eigennutz, beide Positionen treten jedoch
Gerechtigkeit ein, diesen Widerspruch gilt es aufzulösen, sagt es
aber nicht wie.
Vollends plakativ und hülsenleer formuliert (Ingrid Hofmann):
soziale Gerechtigkeit "gilt" für den Manager genauso wie für den
Arbeitnehmer,( "da
lachen sogar die Hühner"), wenn wir uns
dazu Calder's Mobile-Skulptur
vorstellen und die Beziehungsgrössen
zwischen den verschieden grossen Elementen, ihre augenscheinlich -
bewegliche und zugleich physisch-sozial vollkommen starre Hierarchie
vor Augen führen.
Uneingelöste Leistungsgerechtigkeit bewegt (Oskar Negt ) und er
formuliert scharfsinnig, dass nicht nur die Gesellschaft zum
Anhängsel des (Welt-)Marktes geworden ist, sondern auch des
allseitig und jederzeit verfügbaren Menschen...
Dieses Schlusswort Negt's rückt die sehr an der plakativen
Oberfläche sich bewegende Studie etwas mehr an das Licht der
Erkenntnis. |