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PA4 Thema 06-11: Armut  

Vorbemerkungen und Statements zu PA4-06-11-diskurs - armut
Armut

Bittere Armut ist nach wie vor die grösste Herausforderung für den überwiegenden Teil der Menschheit, und wir sind weit davon entfernt, eine Grundlage dafür zu haben, jedermann ein Leben unter menschenwürdigen Umständen zu ermöglichen >Fernando Henrique Cardoso
Es gibt noch viele Nationen und Völker auf der ganzen Welt, die nicht in der Lage sind, von sich aus die Armut und der Stagnation herauszukommen. Wir sollten das Äusserste tun und die ökonomische Entwicklung dieser Länder zu unterstützen.. Spezialwissen..Umwelt & Bevölkerungsfragen>Tomiichi Murayama

PA4-06-11quellen-armt-gesundheit
PA4 - 06-11 Diskurs - Armut - Quellen mit besonderen Augenmerk auf die Folgen für Gesundheit und Lebenswelt

kultur-punkt - Quellen: Suchwort >Armut<

http://www.kultur-punkt.ch/buchtipps%2Dgesundheit/allgemein/eichborn7%2D01.htm

http://www.kultur-punkt.ch/buchtipps%2Dgesundheit/allgemein/hep2%2D2%2D04.htm

http://www.kultur-punkt.ch/buchtipps%2Dgesundheit/hoerbuch/hb%2Dschweitzer11%2D04.htm

http://www.kultur-punkt.ch/akademie4/diskurs/pa4%2Daktionsmodell.htm

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12. Kongress "Armut und Gesundheit"

Präventionen für gesunde Lebenswelten - 'Soziales Kapital' als Investition in Gesundheit

BESSERE GESUNDHEITSCHANCEN FÜR SOZIAL BENACHTEILIGTE

http://www.armut-und-gesundheit.de http://www.gesundheitliche-chancengleichheit.de; http://www.medpoint.ch (Jugendliche)

 

Berlin - Am 1. und 2. Dezember 2006 findet zum zwölften Mal der bundesweite Kongress "Armut und Gesundheit" in Berlin statt. Mehr als 1.500 Teilnehmende aus Wissenschaft, Politik und Praxis werden zur größten Public Health-Veranstaltung in Deutschland erwartet. Der Kongress steht in diesem Jahr unter dem Motto "Präventionen für gesunde Lebenswelten - \'Soziales Kapital\' als Investition in Gesundheit". Der Kongress zeigt Wege auf, wie die Gesundheitschancen von sozial benachteiligten Menschen verbessert werden können. Die Schirmherrschaft haben die Bundesministerin für Gesundheit, Ulla Schmidt, und der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, übernommen.

 

Wer in Deutschland arm ist, hat ein doppelt so hohes Risiko zu erkranken und eine um bis zu zehn Jahre geringere Lebenserwartung als Menschen mit höherem Einkommen. Was hilft Menschen in schwieriger sozialer Lage, ihre gesundheitliche Situation zu verbessern? Welchen Beitrag leisten dazu Netze von sozialen Beziehungen? Diese Leitfragen werden den Kongress und seine über 60 Foren, Diskussionen und Workshops prägen. Weitere Themen sind Qualitätsentwicklung in der Gesundheitsförderung, Synergien verschiedener Präventionskonzepte und Gesundheit und Globalisierung. Integriert in den Kongress ist das V. Symposium "Migration und Gesundheit" der Charité-Frauenklinik mit dem Schwerpunkt "Psychische Potenziale und Belastungen der Migration".

 

Folgende Themen werden angeboten:

AIDS und Armut

Arbeitslosigkeit und Gesundheit

Behinderung

Betroffenenansatz und Selbsthilfe

Chancen und Barrieren der Teilhabe im Alter

Daten-Ziele-Taten - neue Erkenntnisse aus der Gesundheits- und Sozialberichterstattung

European perspectives in tackling health inqualities

Gender Mainstreaming

Gesundheitsförderung in benachteiligten Stadtteilen

Das Gesunde Städte-Netzwerk: Kommunale Strukturen und deren Einfluss auf die Gesundheitspolitik

Gesundheitsziele

Globalisierung und Gesundheit

Migration und Gesundheit - V. Symposium der Charité-Frauenklinik - Psychische Potenziale und Belastungen der Migration

Organisationsentwicklung in der Gesundheitsförderung                                  

 Patientenorientiertes Gesundheitswesen

Präventionen für Gesunde Lebenswelten

Präventionen und Soziales Kapital in Kinderwelten

Handlungsansätze in der Kinder- und Jugendgesundheit

Qualitäten der Gesundheitsförderung

Sexualität und Teenagerschwangerschaften

Suchtpräventionen - Möglichkeiten und Grenzen

Wohnungslosigkeit und Gesundheit

Forum >>Salutogenese und 20 Jahre Ottawa Charta<<

Posterpräsentationen

Migration und Gesundheit

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Armut und Gesundheit

 

Der 12. Kongress Armut und Gesundheit stellt eine Fortführung der vorangegangenen Kongresse dar und greift aktuelle sozialpolitische und gesundheitswissenschaftliche Themen auf. Zentraler Gegenstand ist die Frage, wie die Gesundheitschancen von sozial benachteiligten Menschen nachhaltig gestärkt werden können.

Hinter der Entwicklung von Strukturen für Gesundheitsförderung und Prävention steht weiterhin als wesentliches Ziel der Abbau der Ungleichheit von Gesundheitschancen. Nach wie vor gilt: Eine grundlegende Voraussetzung für das Gelingen gesundheitsfördernden Handelns ist die Befähigung der Menschen zur Selbstbestimmung und Einflussnahme auf ihre eigene Gesundheit und deren Determinanten. Das gilt auch und vor allem für sozial benachteiligte Menschen. Besondere Bedeutung wird dabei den sozialen Aspekten beigemessen: Soziale Netzwerke in der Nachbarschaft, Partizipation im Betrieb oder Bildungsangebote im Kiez tragen dazu bei, soziale Beziehungen so zu gestalten, dass sie eine gesundheitsfördernde Wirkung entfalten. Bekannt sind auch die negativen Folgen fehlender sozialer Ressourcen: Angst, Misstrauen, Gewalt und soziale Isolation wirken als Stressoren und Belastungen. Seit Längerem werden diese komplexen Zusammenhänge unter dem Begriff des Sozialen Kapitals diskutiert. Dabei geht es um die soziale Vernetzung der Menschen mit dem Ziel, gemeinsame Wertvorstellungen, Überzeugungen und Regeln zu entwickeln, zu teilen und zu leben. Denn Integration und Teilhabe an gesellschaftlichen Strukturen sind zentrale Ressourcen für Gesundheit und Wohlbefinden. Der Aufbau und die Unterstützung dieser sozialen Netzwerke ist daher auch eine Investition in die Gesundheit.

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Soziales Kapital

Es geht unter anderem um die Frage, wie das Konzept des Sozialen Kapitals für die Praxis der Gesundheitsförderung nutzbar gemacht werden kann. Wie kann dieses „Soziale Kapital“ in den Lebenswelten der Menschen aufgebaut werden? Welche Möglichkeiten, Ansätze und Strategien gibt es? Welchen Beitrag können Gesundheitsförderung und Prävention leisten? Ist die Reduzierung gesundheitlicher Ungleichheiten möglich und wie? Wie messen wir, dass wir bevölkerungsweit einen Zuwachs gesundheitlicher Chancengleichheit erreicht haben? Wonach beurteilen wir, ob wir auf dem richtigen Weg sind?

Präventionskonzepte aus der Bildungs- und Sozialarbeit, der Gewalt- und Suchtprävention werden auf ihre Strategien, Ziele und Anwendbarkeit auf die Gesundheitsförderung geprüft. Mit welchen anderen Präventionsbereichen wie etwa der Gewaltprävention oder Anti-Diskriminierungsarbeit sind gemeinsame Strategien sinnvoll? Was kann Gesundheitsförderung aus den Konzepten lernen und welche Synergieeffekte gibt es? Und es geht auch um die Anschlussfähigkeit: Wie kann eine sinnvolle Verbindung verschiedener Präventionsansätze mit dem Ziel der Schaffung gesunder Lebenswelten gelingen und welche Akteure sollten dafür verstärkt kooperieren? In welchen Programmen findet das Konzept des sozialen Kapitals Berücksichtigung? Und ist es politikfähig?

Neben der Diskussion dieser Fragen werden auf dem 12. Kongress Armut und Gesundheit in großer thematischer Breite aktuelle Debatten, Lösungsansätze und Strategien zum Abbau gesundheitlicher Ungleichheit bzw. ungleicher Gesundheitschancen in verschiedenen Lebenslagen und Lebenswelten aufgezeigt.

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Lebensbegleitendes Handeln

heißt auch, Benachteiligte zu unterstützen. Zehn vorbildliche Projekte wurden in dieser Woche vom "Rat für Nachhaltige Entwicklung" im Rahmen der Bundesaktion "Bürger initiieren Lebensbegleitendes Handeln (Nachhaltigkeit / BIN)" ausgezeichnet. Darunter sind zwei Projekte, die sich ausdrücklich an sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen richten.

Das Projekt "Familienpatenschaften" des Caritasverbands für die Region Krefeld e.V. plant den Aufbau eines neuen Netzwerks. Dort, wo es an generationsübergreifenden Beziehungen fehlt, erhalten insbesondere (sozialschwache) Einelternfamilien eine Unterstützung durch Paten, um Überforderungssituationen im Spagat zwischen Kinderbetreuung und beruflichen Notwendigkeiten zu mindern.

Das Projekt "Integrationswohnstatt" der HABITAT Wohngenossenschaft e.G., Berlin, plant den Aufbau und die Stabilisierung eines Netzwerks von Ansprechpartnern in so genannten benachteiligten Quartieren im Berliner Wedding. Migrant/innen sollen aktiviert werden, eine "Interkulturelle Interessensgemeinschaft für nachbarschaftliches Wohnen" zu bilden.

Die zehn Preisträger kommen aus Berlin, Chemnitz, Dresden, Erfurt, Krefeld, Leipzig, Magdeburg, München, Nürnberg, Ratzeburg, Stadt Wehlen/Landkreis Sächsische Schweiz.

An dem inhaltlich vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) betreuten Wettbewerb können sich Bürgerinnen und Bürger beteiligen, die in ihrer Stadt, Gemeinde oder Region vorbildliche Beiträge zur lokalen Nachhaltigkeit leisten. Der von der Bundesregierung erstmals im Mai 2005 ausgelobte Wettbewerb geht auf eine Initiative des Nachhaltigkeitsrates zurück. Die Projektförderung erfolgt über das Rahmenprogramm "Forschung für Nachhaltigkeit" aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. 184 Projekte aus dem gesamten Bundesgebiet hatten sich für die zweite Ausschreibungsrunde beworben

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Frauen von "Armutsfalle Pflege" besonders bedroht -

Lebenserwartung und Pflegerisiko steigen stetig an - Finanzierung droht Seniorinnen zu überfordern

mailto:Presse@DeutscherRing.de 08.2006 , Deutscher Ring  Hamburg (ots) -

 

Wegen ihrer hohen Lebenserwartung nehmen Frauen

Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung doppelt so häufig in

Anspruch wie Männer. Gleichzeitig ist die Rente von Frauen im

Durchschnitt um 20 Prozent geringer als bei Männern. Deshalb sind

gerade Frauen von der Armutsfalle Pflege besonders betroffen. Das ist

das Ergebnis der Studie "Armutsfalle Pflege" des Versicherers

Deutscher Ring.

 

Ein längeres Leben und ein niedrigeres Einkommen erhöhen das Risiko

 

   Die hohe Lebenserwartung von Frauen sowie das im Vergleich zu

Männern niedrigere Einkommen verursachen die ungleiche Risikolage.

50-Jährige werden im Durchschnitt vier Jahre älter als Männer. Da mit

dem höheren Lebensalter auch die Pflegewahrscheinlichkeit steigt,

sind gerade Frauen überproportional oft vom Pflegerisiko betroffen.

Zudem haben allein stehende Seniorinnen im Vergleich zu den Männern

der gleichen Altersgruppe 20 Prozent weniger Einkommen. Die Folge:

Die Familie oder das Sozialamt müssen öfter einspringen, weil das

Einkommen oder Vermögen nicht ausreicht, um den Eigenanteil an den

Pflegekosten zu bezahlen.

 

Frauen nehmen Pflegeleistungen länger in Anspruch

 

   Die Tatsache, dass Frauen im Durchschnitt eine höhere

Lebenserwartung haben als Männer, sorgt zudem dafür, dass sich die

kostenintensive Pflegedauer verlängert. Müssen Frauen stationär

gepflegt werden, bleiben sie in der Regel für einen längeren Zeitraum

in einer entsprechenden Einrichtung. Seniorinnen entstehen somit bei

längerer stationärer Verweildauer höhere Kosten.

 

   Für Frauen gilt also noch mehr als für Männer die Faustregel: Je

früher sie sich gegen das Pflegerisiko absichern, desto weniger

müssen sie später selbst für die Pflege aufbringen. Die marode

Finanzsituation der staatlichen Pflegekassen sowie die

fortschreitende Alterung der Bevölkerung werden dafür sorgen, dass

das Thema "Private Absicherung" stärker in den Vordergrund rückt.

Der Deutsche Ring hat beispielsweise seine neue

Pflegerentenversicherung speziell auf ältere Menschen zugeschnitten.

Die Police kann jeder im Alter zwischen 40 und 75 Jahren abschließen.

Die Vorteile des Modells sind vielfältig. Die Beiträge sind stabil

und entfallen bei Pflegebedürftigkeit. Die Zahlungen können entweder

einmalig oder fortlaufend geleistet werden. Preisbeispiel: Für 1.000

Euro monatlicher Pflegerente im Modell Komfort zahlt ein 50jähriger

Mann einen Monatsbeitrag von 40,42 Euro, eine gleichaltrige Frau für

das Modell Elementar 36,65 Euro.

 

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Zukunftschancen für Kinder

Wirkung von Armut bis zum Ende der Grundschulzeit, Zusammenfassung des Endberichts der 3. Phase der AWO-ISS-Studie (2005), Gerda Holz, Antje Richter, Werner Wüstendörfer, Dietrich Giering, AWO Bundesverband e.V. Verlag.

Inhalt:

Abhängig von der Armutsdefinition leben in Deutschland 13 bis 19 Prozent der Kinder und Jugendlichen in relativer Armut. In einem 1997 begonnenen Forschungszusammenhang "Kinderarmut und deren Folgen" befragte das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS-Frankfurt) 1999 knapp 900 Kinder am Ende der Kindergartenzeit zu ihrer sozialen Lage, zu Armutsfolgen und Bewältigungsstrategien. Im Rahmen einer Wiederholungsbefragung bis Mitte 2004 konnten 500 Kinder nochmals befragt werden. Die Situation armer Kinder wurde erstmalig im Längs- wie auch im Querschnitt betrachtet. Einer der Schwerpunkte der Studie liegt auf dem Thema Resilienz (Widerstandskraft gegenüber gesundheitsbelastenden Einflüssen), was sowohl qualitativ, wie auch quantitativ untersucht wurde.

Zu den zentralen Ergebnissen der Untersuchung gehört, dass arme Kinder nicht nur materiell benachteiligt sind, sondern auch soziale Ausgrenzung erfahren, oftmals überforderte Eltern erleben und über weniger entwickelte Bewältigungsstrategien verfügen. Auch zeigt sich der vielfach diskutierte Zusammenhang zwischen Armut und schlechten Bildungschancen.

 

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Minderung der Ungleichheit von Kindern

Andreas Mielck/Hilary Graham/Sven Bremberg 2002: in: Johann P. Mackenbach/Martijntje Bakker (Hrsg.): Reducing Inequalities in Health: A European Perspective, London/New York 2002, 144 - 168



Inhalt:

Wie kann sozioökonomisch bedingte gesundheitliche Ungleichheit bei Kindern vermindert werden? Andreas Mielck et al. vergleichen in ihrer Studie in Westeuropa durchgeführte Interventionsmaßnahmen, die auf die Verringerung gesundheitlicher Ungleichheit abzielen. Obgleich sich die Gesundheitslage von Kindern in Europa während der letzten 100 Jahre deutlich verbessert hat, herrscht noch immer eine ausgeprägte soziökonomische Ungleichheit und damit auch eine gesundheitliche Ungleichheit bei Kindern. Mielck et al. definieren Kinderarmut als den Anteil an Kindern, die in Haushalten mit einem Einkommen von weniger als der Hälfte des Durchschnittseinkommens aufwachsen. Während in Norwegen und Schweden weniger als 4 Prozent der Kinder von Kinderarmut betroffen sind, liegt der Anteil im Vereinigten Königreich bei cirka 20 Prozent. Deutschland verzeichnet in den letzten Jahren einen drastischen Anstieg der Kinderarmut. Ein in Deutschland 1994 durchgeführter Survey belegt, dass die Prävalenz physischer und psychischer Erkrankungen in den unteren sozialen Schichten bis zu 16-mal höher ist als in den oberen Schichten. Mielck et al. zeigen dabei auf, dass schlechte sozioökonomische Lebensumstände mit ungünstigen Verhaltensmustern bei Jugendlichen einhergehen und untersuchen grundlegende Strategien zum Abbau gesundheitlicher Chancenungleichheit.

 

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Ungleichheit bei Jugendlichen

Ein weiteres Ergebnis ist, dass es Lehrlingen psychisch und physisch schlechter geht als Schülerinnen und Schülern und erstere auch mehr Drogen konsumieren.

Nähere Informationen finden Sie auf: www.medpoint.ch

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Gesundheitsrisiken sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher. Stadtteilorientierte Strategien auf dem Gebiet der Unfallprävention im Kindes- und Jugendalter stellt Ellsäßer in ihrem Beitrag vor. Kolip beschäftigt sich schließlich aus der Geschlechterperspektive mit gesundheitsrelevantem Verhalten im Jugendalter. In den weiteren Beiträgen werden die Ergebnisse der Arbeitsgruppen zu stadtteilorientierten Strategien der Gesundheitsförderung dargestellt. Die Arbeitsgruppen greifen u.a. Themen wie die besondere Lage von Kindern aus Migrantenfamilien, die sexualpädagogische Arbeit sowie das Wechselspiel von Ernährung, Bewegung und Stressregulation im Jugendalter auf.

 

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Gesundheitsförderung für sozial Benachteiligte

Aufbau einer Internetplattform zur Stärkung der Vernetzung der Akteure (2003), Hrsg. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Forschung und Praxis der Gesundheitsförderung, Band 22.

mit Beiträgen von Andreas Mielck, Thomas Altgeld, Barbara Leykamm, Raimund Geene, Elisabeth Pott, Frank Lehmann u.a.

Inhalt:

Auch für Deutschland ist nachgewiesen, dass sozial benachteiligte Menschen eine niedrigere Lebenserwartung und eine höhere Krankheitshäufigkeit haben. Mielck erläutert in seinem Artikel, welche Bevölkerungsgruppen besonders betroffen sind und wodurch dies belegt werden kann. Altgeld und Leykamm beschreiben die Akteure und Strukturen mit Schwerpunkt auf der Länderebene. Geene zeichnet die Geschichte der bundesweiten Plattform für den Austausch zwischen den Akteuren nach: den jährlichen Kongress „Armut und Gesundheit“ in Berlin. Im Artikel von Pott und Lehmann wird der Aufbau eines wirksamen Interventionskonzepts zur Gesundheitsförderung bei sozial benachteiligten Gruppen am Beispiel von Kindern und Jugendlichen erläutert. Mit dem Aufbau und weiteren Ausbau einer „lebendigen Datenbank“, die mit Stand Oktober 2003 einen Zugriff auf ca. 2600 Projekte und Maßnahmen der Gesundheitsförderung für sozial Benachteiligte ermöglicht (beschrieben im Artikel von Kilian et al.), soll der Transfer von Praxiserfahrungen und die Vernetzung für die Akteure erleichtert werden.

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SWR2 Forum

Donnerstag, 19. Oktober 2006, 17.05 Uhr

Das Netzwerk der Armut -

Politiker entdecken die Unterschicht

Es diskutierten:

Prof. Claus Leggewie, Politikwissenschaftler, Universität Gießen;

Dr. Gabor Steingart,"Der Spiegel", Autor des Buches "Weltkrieg um Wohlstand - Wie Macht und Reichtum neu verteilt werden";

Prof. Christoph Butterwegge, Politikwissenschaftler, Universität Köln;

Moderation: Burkhard Müller-Ullrich

Manche sperren sich noch gegen den Gebrauch des Wortes "Unterschicht", andere schlagen mit dem Begriff Alarm für die Demokratie schlechthin. An dem Phänomen kommt aber niemand mehr vorbei: Deutschland verarmt und verelendet in bedenklichem Ausmaß. Eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung malte jetzt die Flammenschrift von "acht Prozent" an die Wand, und plötzlich kommt ein überfälliger politischer Diskurs in Gang: Was passiert mit den "strukturell Überflüssigen"? Was passiert mit einer gesellschaftlichen Schicht, der es nicht nur an Geld, sondern auch an Lebenssinn dramatisch mangelt? Und was passiert, wenn nichts passiert?

Buchtipp:

Gabor Steingart:

Weltkrieg um Wohlstand - Wie Macht und Reichtum neu verteilt werden

Piper Verlag 2006, EUR 19,90

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W+B Agentur-Presseaussendung: A, D, CH, Juli 2001 und im Internet-Journal<www.kultur-punkt.ch

<<Armut zwingt zur Selbstvernichtung - in einer Gesellschaft von Pseudo-Normalen>>

Buchbesprechung

<<Gabriele Goettle: Die Ärmsten>>

Wahre Geschichten aus dem arbeitslosen Leben

Mit Fotografien von Elisabeth Kmölniger

 

Eichborn Verlag, DIE ANDERE BIBLIOTHEK Frankfurt am Main ; 398 S.; (limitierte Erstausgabe in Leder, 999 Exemplare); nummerierte Auflage, Hardcover mit Prägedruck; Fadenbindung mit Lese-faden.

 

Gabriele Goettle, 55, lebt in Berlin und arbeitet als freie Journalistin für die tageszeitung und wurde mit  Literaturpreisen gewürdigt.

Elisabeth Kmölniger versteht es in ihren s/w-Fotografien mit der arte-povera-Technik in ihrer spezifischen Detailtechnik und geometrisch-trainierten Sichtweise die Struktur der Grauamkeit und aussichtlose Einsamkeit ins Bild zu binden. Sie erinnert uns assoziativ an den italienischen Neoverismo und das einstmaligeMagazin Skema, auch an die frühen Reportagen von Zoltan Nagy für Umweltdesign, der in Rom arbeitet.

Goettle schaut den Berlinern aufs Maul und hat selbst eine klare Schreibe, das dem Literarischen sehr gut tut. Manchmal sogar leuchtet bei Goettle, in ihrem Alltagsblick auf die Armut, die Brisanz und Präsenz eines Josef Roth auf, der ja auch zwei Generationen zuvor, gleicher-massen journalistisch tätig war.

Drei Jahre hat sie sich mit dem Fänomen Armut in Berlin beschäftigt. Sie recherchiert in verschiedene Wohnvierteln und Treffpunkten von Bedürftigen. "Auf den Fluren der Sozial- und Arbeitsämter, in den Wärmestuben und Nachtasylen kommen die wiedersprüchlisten Geschichten der Sprache. Tragikomische Situationen, atemberaubende Persön-lichkeiten, unerwartete Handlungen werden dafür sorgen, dass diese Geschichten nicht langweilig werden",äussert sie sich selbst zu ihrer Arbeit und nicht von ungefähr wird dies von der Verlagskollegin Sabine Ewald gleichfalls in ihrem Pressetext aufgegriffen und zitiert.

Goettle kommt in ihrer Bilanz zum Begriff Parallelgesellschaft: In den Suppenküchen, Wärme-stuben, den Kirchengemeinden und Wohlfahrts-verbänden, die karitative Leistungen erbringen trifft sie auf die Armen, die offen, schonungslos und zugleich eine berührende Hilflosigkeit aufzeigen.

So kommt sie zum Schluss: Abnorm sind die Sozialbürokraten und normal die Armen in ihrer aussichtsarmen Existenz. Doppelt arm, weil unsichtbar treten die Armen auf - durch ihre zweite Haut aus zweiter Hand, gut betucht, sind sie kaum zu unterscheiden vom anormalen Bürger und Spazier-gänger.

Fazit: Armut zwingt zur Selbstvernichtung in einer Gesellschaft von Pseudo-Normalen.
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PA4 06-11 armut- erste statements (virtuelle Beiträge)

PA4-Diskurs: Armut 06-11 Fragen, Statements..

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----- Original Message ----- From: Peter Dieckmann To: Kultur-Punkt

Sent: Monday, November 06, 2006 6:04 PM Subject: Re: PA4-Einladung zum Thema : Armut


Hi Walter,

vielen Dank für deine Einladung. Für mich besteht die grundsätzliche Frage, wie ich denn in ein/das Thema einsteigen soll? Für mich gibt es keine Anhaltspunkte. Bin sozusagen Haltlos. Vielleicht kannst du mir einen Einstieg raten?

Lieber Peter,

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die grundsätzliche Frage, wie Du denn in ein/das Thema einsteigen sollst:

a

Du bist durch diese Frage zum Thema bereits in der Höhle von Platon,,,

b

es gibt 3 Treppen (Spalten) in der Denktafel im Diskursbild.

links: der vernunftgelenkte Einstiege : wo bin ich gerade auf welcher Etappe...

mitte: auf welcher Stufe der Höhle befinde ich mich...

rechts: der empfindungsbestimmte Einstieg : in welcher Gefühlshöhe befinde ich mich...

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Liebe Prankls,

danke wieder einmal für die Nachrichten – ich bin beeindruckt über die Wahl der Themen und Vorbereitung.

Mir geht es halbwegs gut, kleine Ärgerlichkeiten und hie und da doch auch große Freuden.

Ein schöner Herbst, Angst vor dem Winter.

Hier gab und gibt es eine Unzahl von Designveranstaltungen, immer wieder das Gleiche, Schlagworte- mich interessiert es immer weniger. Ich halte mich lieber an die Kunst.

Alles Gute L.Blauensteiner..

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 ----- Original Message ----- From: Dietlinde Rakowitz To: Kultur-Punkt  Sent: Thursday, November 09, 2006 8:00 AM

Subject: Re: PA4 - Zum Prozedere _ Vorgehensweise unseres Denkens und das ZusammenSein als Diskursoffene

Sehr interessant ! In Eile -! Eure Dietlind und Friedrich und Familie


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